Zinsrechner Zinseszins, Sparrate und Endkapital sicher berechnen

Der Zinsrechner zeigt in Sekunden, was aus deinem Ersparten in fünf, zehn oder dreißig Jahren wird. Anfangskapital, monatliche Sparrate, Zinssatz und Laufzeit eingeben – das Ergebnis erscheint mit Endkapital, eingezahlter Summe und reinen Zinserträgen. Ein Klick trennt zwischen Zinseszins und einfacher Verzinsung. Für Kaufkraftbetrachtungen ergänzt der Inflationsrechner, für Kreditkonditionen der Kreditrechner.

Zinseszins

Zinsen auf Zinsen exakt berechnen

Monatliche Kapitalisierung nach Standard-Sparplanformel. Deckt Tagesgeld, Festgeld und ETF-Sparplan gleich ab.

Sparplan-Modus

Rate + Startkapital in einem Schritt

Einmalanlage und monatliche Einzahlungen werden gemeinsam über die Laufzeit verzinst.

Gegenstück

Kreditrechner

Annuitätendarlehen mit Monatsrate und Zinskosten für Ratenkredit und Baufinanzierung.

Endkapital
28.526,70
Eingezahlt gesamt 22.000,00
Zinserträge 6.526,70
Zinsanteil am Endkapital 22,9 %
Grundlagen

So rechnet der Zinsrechner

Der Zinsrechner kombiniert zwei klassische Formeln der Finanzmathematik: die Zinseszinsformel für das Startkapital und die Rentenendwertformel für die monatlichen Sparraten.

Zinseszins
Kn = K0 · (1 + i)n

Startkapital nach n Perioden verzinst.

Sparrate
R · ((1 + i)n − 1) ÷ i

Rentenendwert der monatlichen Einzahlungen.

Einfacher Zins
Z = K · p · t ÷ 100

Ohne Zinseszins, klassische Sparbuchformel.

Beim Zinseszins wächst das Kapital exponentiell. Zinsen des Vorjahres verzinsen sich mit. Bei 5 % p. a. verdoppelt sich das Kapital nach rund 14,4 Jahren (Faustregel „72 ÷ Zinssatz“). Bei 3 % dauert es 24 Jahre, bei 7 % nur 10,3 Jahre.

Bei einfacher Verzinsung bleibt die Zinsbasis konstant. Der Zinsbetrag pro Jahr ist immer gleich. Über kurze Zeiträume und niedrige Sätze ist der Unterschied gering, ab etwa fünf Jahren wird der Zinseszins zum entscheidenden Hebel. Für einen konkreten Vergleich ergänzt der Prozentrechner.

Sparplan-Beispiele

Was aus deiner Sparrate wird

Endkapital bei 5 % Rendite pro Jahr, monatlicher Zinsgutschrift und ohne Startkapital. So wirkt der Zinseszins über die Zeit.

Monatliche Sparrate Nach 10 Jahren Nach 20 Jahren Nach 30 Jahren
50 8.035 20.732 40.790
100 16.070 41.463 81.580
200 32.140 82.927 163.160
300 48.210 124.390 244.740
500 80.351 207.317 407.901

Bruttoerträge vor Abgeltungsteuer und Inflation. Für die reale Kaufkraft lohnt sich zusätzlich der Inflationsrechner.

Zinssatz-Vergleich

10.000 € über 30 Jahre bei unterschiedlichen Zinsen

Ein Prozentpunkt mehr Rendite verdoppelt bei langer Laufzeit fast das Endkapital. Der Effekt ist rein exponentiell.

1 % p. a.
13.886
2 % p. a.
16.512
3 % p. a.
19.672
4 % p. a.
23.478
5 % p. a.
28.065
6 % p. a.
33.604
7 % p. a.
40.298

Zinseszinseffekt: Zwischen 3 % und 7 % liegt bereits mehr als das Doppelte an Endkapital. Deshalb ist die Wahl der Anlageform langfristig wichtiger als die Höhe der Sparrate.

Anlageformen 2026

Welche Zinsen sind realistisch?

Übersicht typischer Renditen deutscher Sparformen Ende 2026. Nutze diese Werte als Richtschnur für den Zinsrechner.

Tagesgeld

2,0 – 3,0 %

Täglich verfügbar, variabel verzinst, gesetzlich bis 100.000 € pro Bank abgesichert. Ideal für Notgroschen und kurzfristige Rücklagen.

Festgeld

2,5 – 3,5 %

Fester Zinssatz über 12 bis 120 Monate. Höhere Rendite als Tagesgeld, dafür während der Laufzeit gebunden. Sinnvoll für Zinsanker.

ETF-Sparplan

5 – 7 %

Breit gestreute Aktienfonds mit historisch hoher Langfristrendite. Kurzfristig schwankend, ab etwa 10 Jahren statistisch verlässlich.

Bundesanleihe

2,3 – 2,8 %

Staatspapiere mit sehr hoher Sicherheit. Attraktiv im Rahmen der Zinswende, oft steuerlich einfach zu handhaben.

Banksparplan

1,0 – 2,5 %

Klassisches Sparbuch mit fester monatlicher Rate. Sicher, aber häufig unter der Inflationsrate. Nur mit Bonus wirklich lohnend.

Betriebsrente / Riester

variabel

Staatlich gefördert, meist mit Zulagen und Steuervorteil. Rendite hängt stark vom Anbieter ab und ist mit dem Zinsrechner nur grob abbildbar.

Sparen im Alltag

Wo Zinsen deinen Finanzalltag berühren

Wie viel du sparen kannst, hängt am Ende vom verfügbaren Nettoeinkommen ab. Wer sein Gehalt sauber trennen möchte, prüft mit dem Brutto-Netto Rechner die tatsächliche monatliche Auszahlung nach Steuern und Sozialabgaben. Aus dieser Basis lässt sich eine realistische Sparrate ableiten.

Ein zweites Thema ist die Kaufkraft. Nominale Zinsen von 3 % klingen gut, bei 2,5 % Inflation bleibt real nur ein halber Prozentpunkt übrig. Der Inflationsrechner zeigt, wie sich der Wert deiner Ersparnisse über die Zeit verändert.

Für Immobilienpläne ist der Zinsrechner die Anspar-Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steht der Kreditrechner mit Annuität, Zinsbindung und Gesamtaufwand. Ergänzend sind der Grunderwerbsteuer-Rechner und der Grundsteuer-Rechner relevant, um die Gesamtkosten realistisch abzubilden.

Wer Zinsen von Aktionsangeboten oder Boni prozentual einordnen möchte, greift auf den Prozentrechner zurück. Bei Sonderaktionen mit Prämien hilft der Rabattrechner. Umsatzsteuer auf Sachprämien schließlich klärt der Mehrwertsteuer Rechner.

Wer selbstständig Vermögen aufbaut, plant meist über eine Kapitalgesellschaft oder ein Einzelunternehmen und rechnet zusätzlich mit dem Gewerbesteuer-Rechner. Für die Weitergabe von Vermögen an Kinder oder Angehörige sind der Erbschaftssteuer-Rechner und der Schenkungssteuer-Rechner die passenden Werkzeuge.

Vertiefende Hintergründe findest du in unseren Ratgebern zu Steuersätzen in Deutschland und in den weiteren Finanzrechnern im Überblick.

Rechenbeispiel

10.000 € plus 100 € pro Monat bei 3,5 %

Startkapital 10.000 €
Monatliche Sparrate 100 €
Zinssatz 3,5 % p. a.
Laufzeit 10 Jahre
Eingezahlt gesamt 22.000 €
Endkapital ca. 28.550 €
Davon Zinserträge ca. 6.550 €

Zinserträge über dem Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person unterliegen der Abgeltungsteuer (25 % zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer).

FAQ

Häufige Fragen zum Zinsrechner

Was ist der Zinseszins-Effekt einfach erklärt? +

Zinsen werden am Ende jeder Periode dem Kapital gutgeschrieben und im nächsten Jahr mitverzinst. Aus Zinsen entstehen so wieder Zinsen. Über kurze Zeiträume ist der Effekt klein, über 20 bis 30 Jahre wächst das Endkapital exponentiell. Albert Einstein soll den Zinseszins als „achtes Weltwunder“ bezeichnet haben – rechnerisch ist er der zentrale Hebel jedes Sparplans.

Wie viel Zinsen sind 2026 realistisch? +

Für Tagesgeld liegen die Top-Konditionen in Deutschland Ende 2026 je nach Bank bei rund 2,0 bis 3,0 % p. a., häufig nur für ein Aktionszeitraum. Festgeld über 12 bis 60 Monate rangiert zwischen 2,5 und 3,5 %. Breit gestreute Aktien-ETFs auf den MSCI World oder den S&P 500 haben historisch rund 7 % pro Jahr geliefert – inklusive Schwankungen. Rechne konservativ und plane einen Puffer für Inflation ein.

Werden Steuern im Zinsrechner berücksichtigt? +

Nein, der Zinsrechner zeigt den Bruttoertrag. In Deutschland fallen auf Zinsen 25 % Abgeltungsteuer, 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf und ggf. Kirchensteuer an. Der Sparerpauschbetrag liegt 2026 bei 1.000 € pro Person, bei Zusammenveranlagung 2.000 €. Erst darüber wird Steuer fällig. Wer den Nettoeffekt genau kalkulieren möchte, nutzt zusätzlich den Prozentrechner.

Monatliche oder jährliche Verzinsung – was macht der Rechner? +

Der Zinsrechner rechnet mit monatlicher Verzinsung, weil das bei Sparplänen und den meisten Tagesgeldern Standard ist. Der Unterschied zu jährlicher Verzinsung ist bei niedrigen Zinssätzen minimal, wächst aber mit dem Zinssatz. Bei 5 % ergibt monatliche Verzinsung effektiv rund 5,12 % pro Jahr – der sogenannte effektive Jahreszins.

Was ist der Unterschied zwischen Zinssatz und Effektivzins? +

Der nominale Zinssatz ist der auf dem Kontoauszug ausgewiesene Wert. Der Effektivzins berücksichtigt zusätzlich Zinskapitalisierung und mögliche Kosten. Bei Sparanlagen ohne Gebühren liegen beide nah beieinander. Bei Krediten ist der Effektivzins der ehrlichere Vergleichswert – dafür ist der Kreditrechner spezialisiert.

Kann ich mit dem Rechner einen ETF-Sparplan simulieren? +

Ja, aber mit einer Einschränkung: ETFs schwanken, der Rechner geht von einer konstanten Rendite aus. Für Langfristplanung ist das dennoch eine sinnvolle Näherung. Setze die Rendite auf einen realistischen Wert (5–7 %) und beziehe zusätzliche Kosten wie TER oder Depotgebühren gedanklich ein. Für die Kaufkraftbetrachtung ist der Inflationsrechner die passende Ergänzung.

Was passiert, wenn ich die Sparrate erhöhe? +

Jede zusätzliche monatliche Einzahlung verlängert den Zeitraum, in dem Zinseszins wirken kann – jede erste eingezahlte Rate hat die längste Laufzeit. Im Rechner siehst du sofort, wie stark 50 € oder 100 € mehr pro Monat das Endkapital beeinflussen. Faustregel: Zeit schlägt Rate. Wer zehn Jahre früher anfängt, spart oft mehr als wer die doppelte Rate zahlt.

Gibt es Zinseszins bei Krediten in Deutschland? +

Bei laufenden Verbraucherkrediten ist Zinseszins auf offene Zinsen ausgeschlossen (§ 248 BGB). Bei Anlagen und Sparverträgen ist Zinseszins der Regelfall. Für Baufinanzierung und Ratenkredit ist die Berechnung eine andere – dafür ist der Kreditrechner mit Annuitätenformel zuständig.

Hinweis: Der Zinsrechner ist eine Rechenhilfe für Bruttoerträge auf Basis konstanter Zinssätze. Er ersetzt keine individuelle Anlageberatung. Reale Renditen schwanken, Steuern und Gebühren mindern das Ergebnis. Für verbindliche Auskünfte wende dich an deine Bank oder einen unabhängigen Finanzberater.