Rabattrechner Endpreis, Ersparnis und Kettenrabatt sicher berechnen

Der Rabattrechner zeigt in Sekunden, was ein Nachlass wirklich bringt: Endpreis, Ersparnis in Euro und der effektive Gesamtrabatt in Prozent. Vier Modi decken alle Fälle ab: einfacher Rabatt, Kettenrabatt, Rabatt mit Skonto und die Rückrechnung „Wie viel Prozent Nachlass ist das eigentlich?“. Für allgemeine Prozentaufgaben ist der Prozentrechner spezialisiert, für Netto-Brutto-Fragen der Mehrwertsteuer Rechner.

Kettenrabatt korrekt

20 % + 10 % ≠ 30 %

Zwei aufeinanderfolgende Rabatte werden multiplikativ verrechnet. Der Rechner zeigt den echten effektiven Gesamtnachlass.

Skonto inklusive

Rabatt und Skonto in einem Schritt

Typische Konstellation im Handwerk: 10 % Rabatt und zusätzlich 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 14 Tagen.

Passend dazu

Prozentrechner

Prozentwert, Anteil, Grundwert und prozentuale Veränderung in vier Modi.

Endpreis
159,20
Ursprungspreis 199,00
Rabatt (20,00 %) -39,80
Deine Ersparnis 39,80
Grundlagen

So rechnet der Rabattrechner

Rabatte sind eine Anwendung der klassischen Prozentrechnung. Drei Formeln reichen, um jeden Fall im Einzelhandel, Handwerk und B2B sauber abzudecken.

Rabattbetrag
R = P × p ÷ 100

Absoluter Nachlass in Euro.

Endpreis
E = P × (1 − p ÷ 100)

Preis nach Abzug des Rabatts.

Kettenrabatt
E = P × (1 − p₁) × (1 − p₂)

Rabatte nacheinander, nie addiert.

Ein Rabatt beschreibt den Preisnachlass in Prozent vom Ursprungspreis. Der Rabattbetrag ist die Ersparnis in Euro, der Endpreis das, was tatsächlich bezahlt wird. In Deutschland gelten Rabatte grundsätzlich für Endkunden inklusive Umsatzsteuer, im B2B-Geschäft meist auf den Nettobetrag vor Steuer.

Der häufigste Rechenfehler entsteht beim Kettenrabatt. Zwei Rabatte werden nie einfach addiert. Ein Angebot mit „20 % + 10 %“ bringt effektiv 28 % Nachlass, nicht 30 %. Die Rechnung lautet 1 − 0,80 × 0,90 = 0,28. Genau diese Formel steckt im Modus „Kettenrabatt“ und wird auch im Prozentrechner für allgemeine Fälle gebraucht.

Nachschlagen

Endpreise bei typischen Rabatten

Häufige Grundpreise im deutschen Einzelhandel nach Abzug der wichtigsten Rabattstufen. Ideal, um Sale-Preise im Kopf zu prüfen.

Grundpreis − 10 % − 20 % − 30 % − 50 % − 70 %
49,90 44,91 39,92 34,93 24,95 14,97
99,00 89,10 79,20 69,30 49,50 29,70
199,00 179,10 159,20 139,30 99,50 59,70
499,00 449,10 399,20 349,30 249,50 149,70
999,00 899,10 799,20 699,30 499,50 299,70
1.999,00 1.799,10 1.599,20 1.399,30 999,50 599,70

Preise inklusive Mehrwertsteuer, gerundet auf zwei Nachkommastellen. Umrechnungen zwischen Netto und Brutto liefert der Mehrwertsteuer Rechner.

Häufiger Rechenfehler

Kettenrabatt: nominal vs. effektiv

Zwei nacheinander gewährte Rabatte ergeben nie die Summe der Prozentsätze. Die Tabelle zeigt den Unterschied schwarz auf weiß.

1. Rabatt 2. Rabatt Nominal (Summe) Effektiv (echt)
10 % 5 % 15 % 14,50 %
20 % 10 % 30 % 28,00 %
25 % 15 % 40 % 36,25 %
30 % 20 % 50 % 44,00 %
50 % 20 % 70 % 60,00 %
Rabattarten

Sechs Rabattarten im deutschen Handel

Nicht jeder Rabatt heißt „Rabatt“. Die Formel dahinter bleibt gleich, der Anlass unterscheidet sich.

Mengenrabatt

Nachlass ab bestimmter Bestellmenge. Üblich im Großhandel und bei B2B-Bestellungen ab bestimmten Stückzahlen oder Auftragswerten.

Treuerabatt

Reduzierung für Stammkunden oder Mitglieder. Häufig als Kundenkarte, Bonusprogramm oder Punktesystem umgesetzt.

Saisonrabatt

Zeitlich befristeter Preisnachlass am Ende einer Saison. Klassisch im Modehandel, im Sportfachhandel und bei Winterreifen.

Aktionsrabatt

Kurzfristige Werbeaktion wie Black Friday, Cyber Monday oder Herstelleraktion. Muss die 30-Tage-Regel der PAngV einhalten.

Barzahlungsrabatt

Nachlass bei sofortiger Zahlung ohne Ratenkauf oder Zahlungsziel. In Deutschland seltener als Skonto, im Handwerk aber üblich.

Naturalrabatt

„3 für 2“ oder „Nimm 2, zahl 1“. Statt eines Prozentabzugs gibt es Ware kostenlos dazu. Rechnerisch trotzdem ein Rabatt in Prozent.

Abgrenzung

Rabatt vs. Skonto

Beide reduzieren den Rechnungsbetrag. Auslöser und Zeitpunkt sind aber unterschiedlich.

Rabatt

Preisnachlass beim Kauf

Wird beim Kaufabschluss oder auf der Rechnung ausgewiesen und mindert direkt den Warenpreis. Typische Anlässe: Aktionsware, Mengen, Kundentreue oder Saisonende. Höhe zwischen 5 % und 70 %, im B2B auch tiefer.

Endpreis = Preis × (1 − Rabatt)
Skonto

Nachlass bei schneller Zahlung

Wird gewährt, wenn innerhalb der Skontofrist bezahlt wird, üblich sind 7 bis 14 Tage. Höhe meist 2 bis 3 %. Skonto wirkt auf den Rechnungsbetrag nach eventuellen Rabatten, nicht auf den Listenpreis.

Zahlbetrag = Rechnung × (1 − Skonto)
Rechtlicher Rahmen

30-Tage-Regel nach PAngV

Seit dem 28. Mai 2022 gilt in Deutschland § 11 der Preisangabenverordnung. Wird ein Produkt mit Preisnachlass beworben, muss der niedrigste Gesamtpreis der vorangegangenen 30 Tage als Referenz angegeben werden. Rabattaussagen wie „50 % reduziert“ sind sonst irreführend und abmahnbar.

Praktisch bedeutet das: Der ursprüngliche Streichpreis muss echt sein. Wer den Preis kurz vor einer Aktion künstlich hochsetzt, verstößt gegen die PAngV. Mit dem Modus „Rabatt in %“ lässt sich in Sekunden nachprüfen, ob ein Streichpreis den beworbenen Nachlass tatsächlich hergibt.

Rabatte im Alltag

Wo der Rabattrechner wirklich hilft

Beim Einkauf zeigt der Rabattrechner sofort, wie viel ein reduzierter Preis wirklich spart. Für die Frage, wie sich Netto und Brutto auf der Rechnung verhalten, springt der Mehrwertsteuer Rechner ein. Wer allgemein mit Prozenten arbeitet, etwa bei Gehaltserhöhungen oder Marktanteilen, ist im Prozentrechner besser aufgehoben.

Für Angestellte macht ein Rabatt beim Auto- oder Möbelkauf nur Sinn im Verhältnis zum verfügbaren Nettoeinkommen. Der Brutto Netto Rechner zeigt, wie viele Netto-Monatsgehälter ein Kauf kostet. Kombiniert man den Rabatt mit einem Kredit, hilft der Kreditrechner bei Rate und Gesamtkosten und der Zinsrechner beim Vergleich verschiedener Zinssätze.

Beim Immobilienkauf werden Preisverhandlungen und prozentuale Nebenkosten kombiniert. Käufer prüfen zusätzlich Grunderwerbsteuer und Grundsteuer. Wer den Wert einer Ersparnis über die Jahre bewerten will, kombiniert den Rabatt mit dem Inflationsrechner: Ein 300-€-Vorteil heute entspricht in zehn Jahren einem geringeren realen Wert.

Selbstständige rechnen Rabatte in ihre Marge. Nach Abzug von Skonto und Kettenrabatt bleibt weniger Deckungsbeitrag, in den auch Gewerbesteuer und Einkommensteuer eingerechnet werden müssen. Bei Nachlässen im Familienkreis, etwa der günstigen Übertragung einer Immobilie, gelten steuerlich andere Regeln: hier greifen Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer.

Eine Übersicht aller Werkzeuge findest du unter Alle Rechner. Steuersätze, die häufig als Prozente auftauchen, sind in der Übersicht der Steuersätze gebündelt.

FAQ

Häufige Fragen zum Rabattrechner

Wie berechne ich einen Rabatt in Euro? +

Ursprungspreis mal Rabattsatz geteilt durch 100 ergibt den Rabattbetrag. Beispiel: 199 € × 20 ÷ 100 = 39,80 €. Vom Ursprungspreis abgezogen bleibt 159,20 € Endpreis. Im Rabattrechner wählst du „Einfacher Rabatt“, tippst Preis und Prozentsatz ein und siehst Endpreis und Ersparnis sofort.

Werden Rabatte auf den Netto- oder Bruttopreis gerechnet? +

Im Einzelhandel gegenüber Endkunden fast immer auf den Bruttopreis inklusive Mehrwertsteuer. Im B2B-Geschäft wird häufig netto rabattiert, die Steuer kommt erst zum Schluss auf den bereits reduzierten Betrag. Der Rabattrechner nimmt den Preis, den du eingibst, wortwörtlich. Für die saubere Trennung Netto ↔ Brutto ist der Mehrwertsteuer Rechner spezialisiert.

Wie funktioniert ein Kettenrabatt korrekt? +

Beim Kettenrabatt werden die Rabatte nacheinander auf den jeweils reduzierten Preis angewendet, nicht einfach addiert. 20 % + 10 % ergeben nicht 30 % Nachlass, sondern nur 28 %: 1 − 0,80 × 0,90 = 0,28. Genau diese Rechnung erledigt der Modus „Kettenrabatt“ automatisch und zeigt dir den effektiven Gesamtrabatt in Prozent.

Was ist Skonto und wie unterscheidet es sich vom Rabatt? +

Skonto ist ein zusätzlicher Preisnachlass für schnelle Zahlung, meist 2 % bei Zahlung innerhalb von 7 bis 14 Tagen. Rechnerisch wirkt Skonto genau wie ein Rabatt, rechtlich ist es eine eigene Vereinbarung im Kaufvertrag. Wichtig: Skonto wird auf den bereits rabattierten Rechnungsbetrag angerechnet, nicht auf den Bruttolistenpreis.

Wie viel Prozent Nachlass habe ich tatsächlich bekommen? +

Nutze den Modus „Rabatt in %“. Gib den ursprünglichen Preis und den Angebotspreis ein. Der Rechner ermittelt den effektiven Rabatt in Prozent. Praktisch, um Werbeaktionen wie „von 79 € auf 49 €“ mit einem klaren Prozentsatz einzuordnen.

Warum stimmt der Prozentsatz auf dem Etikett nicht immer? +

Händler runden Endpreise gerne auf psychologische Preispunkte wie 49,99 € statt 50,00 €. Der ausgewiesene Rabatt weicht dann um wenige Cent oder Zehntelprozente vom mathematisch korrekten Wert ab. Der Rabattrechner zeigt dir den echten Wert und macht Marketing-Rabatte prüfbar.

Sind reduzierte Preise in Deutschland immer echt reduziert? +

Seit Mai 2022 gilt in Deutschland die Preisangabenverordnung (PAngV § 11). Der niedrigste Preis der letzten 30 Tage muss als Referenz genannt werden. Fällt der aktuelle Angebotspreis nicht wirklich darunter, ist die Rabattaussage irreführend. Mit dem Modus „Rabatt in %“ überprüfst du das in Sekunden.

Wie berechne ich einen Aufschlag statt eines Rabatts? +

Ein Aufschlag ist mathematisch der umgekehrte Rabatt: Preis × (1 + p ÷ 100). 19 % Umsatzsteuer auf 100 € netto sind ein Aufschlag auf 119 €. Für saubere Netto-Brutto-Rechnungen ist der Mehrwertsteuer Rechner das passende Werkzeug, für allgemeine Aufschläge der Prozentrechner.

Hinweis: Der Rabattrechner ist eine Rechenhilfe. Angaben zu PAngV und Steuerrecht ersetzen keine Rechtsberatung. Für Angebote im Onlinehandel gelten zusätzliche Informationspflichten.