GrundlagenWas ist die Mehrwertsteuer?
Die Mehrwertsteuer ist die wichtigste Einnahmequelle des Staates. Sie belastet den Endverbraucher, wird aber vom Unternehmen ans Finanzamt abgeführt.
Offiziell heißt die MwSt Umsatzsteuer und ist im Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt. Rund ein Drittel aller Steuereinnahmen kommt aus ihr. 2023 waren das etwa 212 Milliarden Euro, für 2026 rechnet das Bundesfinanzministerium mit rund 240 Milliarden.
Wirtschaftlich zahlt sie der Endverbraucher. Unternehmen schlagen die Steuer auf ihre Preise, kassieren sie ein und leiten sie weiter. Über den Vorsteuerabzug holen sie sich die auf eigenen Einkäufen gezahlte Umsatzsteuer zurück. Belastet wird deshalb pro Stufe nur die tatsächliche Wertschöpfung, daher der Name Mehrwertsteuer.
Netto, Brutto und Steuerbetrag
Der Nettobetrag ist der Preis vor Steuer. Der Bruttobetrag ist der Endpreis auf Kassenbon oder Rechnung. Die Differenz ist der Steuerbetrag.
Netto zu Brutto
Brutto = Netto × (1 + Steuersatz)100,00 € × 1,19 = 119,00 € brutto → 19,00 € MwSt
Brutto zu Netto
Netto = Brutto ÷ (1 + Steuersatz)238,00 € ÷ 1,19 = 200,00 € netto → 38,00 € MwSt
Vorsteuerabzug für Unternehmen
Wer selbst umsatzsteuerpflichtige Leistungen erbringt, darf die gezahlte Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen mit der eigenen Steuerschuld verrechnen (§ 15 UStG). Drei Punkte müssen passen:
- Das Unternehmen erbringt selbst steuerpflichtige Umsätze.
- Der Lieferant hat Umsatzsteuer offen ausgewiesen.
- Es liegt eine ordnungsgemäße Rechnung mit allen Pflichtangaben vor.
Kleinunternehmer (Vorjahr unter 25.000 €, laufendes Jahr unter 100.000 €) sind von der USt befreit, können dafür aber auch keine Vorsteuer ziehen.